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Gestresste Rennmaus , wie korrigieren ?   
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Dopsi




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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Sep 2017 16:26    Titel: Gestresste Rennmaus , wie korrigieren ?   Antworten mit Zitat

Hallo ihr lieben , ich bin noch neu im Forum sowie in der nhs- Welt und möchte euch um einen Rat bitten .

Ich besitze seit August letzten Jahres eine 10 jährige Stute die wohl schon immer als temperamentvoll galt und von einer guten parelli Instruktorin angeritten und grundausgebildet wurde . Danach hat sie leider ein paar mal den Besitzer gewechselt und ich hab sie aus einer Reitschule ,,raus" gekauft . Sie musste dort weg weil sie einfach absolut nicht geeignet dafür war .
Ich kenn mich mit horsenalitys jetzt nicht so gut aus . Sie ist ein sehr intelligentes , mutiges pferd welches schnell Verantwortung für sich und die Herde übernimmt , dabei aber oft gestresst wirkt . Bei Stress möchte sie rennen. Es kommt aber vor dass sie auch mal trotzig ist , dann bleibt sie eher stehen und macht pseudo Hüpfer ( sie ist eine Isländerin ) .

Am Anfang ging garnichts , bis auf verladen konnten wir uns aber alles wieder erarbeiten im ungang. Ich spiele mit ihr die 7 Games , da merkt man dass sie das von früher kennt .

Wir haben momentan nur das Gelände zur Verfügung , ich bin schon auf der Suche nach einer Alternative .
Nun zu meiner Frage . Beim Reiten ist dopsi überwiegend gestresst . Mal mehr . Mal weniger .
Equipment und Körper ist komplett durchgecheckt. Im Schritt zockelt sie öfter mal an , im Trab gibt es Tage da geht sie am lösen Zügel relativ kontrolliert , es gibt Tage da regt sie sich auf und wird immer schneller bis sie in den gallop fällt. Ich kann sie bremsen , aber schön ist das nicht . Und entspannt auch nicht .
Spazieren ist übrigens kein Problem , es hängt wirklich mit dem reiten zusammen .

Was ich bereits probiert hab :
Ohne / anderes Gebiss
Führen und nur kurz aufsteigen
Rennen lassen
Nur bergauf traben
Am Zügel ziehen bis sie durchpariert
Wenn sie lieb trabt sofort absteigen und heim führen

All das hat mal mehr oder weniger Erfolg gebracht , unser Grundproblem ist aber noch nicht gelöst . Ich muss zugeben ich reite auch nie so lang am Stück weil sie eben gestresst ist .

Trainerin hatte ich schon hier . Die war aber überfordert und war mir zu grob und dopsi wurde zunehmend mürrischer . Deswegen möchte ich das am liebsten selbst korrigieren . Mir fehlt nur die zündende Idee...
Hat jemand Tipps ?
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osch
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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Sep 2017 16:38    Titel:   Antworten mit Zitat

Der Reihe nach
Zitat:
Sie ist ein sehr intelligentes , mutiges pferd welches schnell Verantwortung für sich und die Herde übernimmt

Leftbrain und da ja scheinbar auch mit go ausgestattet vermutlich LBE (Leftbrain extrovert)

Zitat:
dabei aber oft gestresst wirkt . Bei Stress möchte sie rennen. Es kommt aber vor dass sie auch mal trotzig ist , dann bleibt sie eher stehen und macht pseudo Hüpfer ( sie ist eine Isländerin ) .

doch nicht so souverän?? Oder leicht drüber?
Also LBE tendenzen zu RBE (right brain extrovert)

Spazieren gehen kein problem (sie kommt garnicht auf die Idee das sie in Gefahr ist und scheinbar ist sie DANN gern bei dir) und schneller will sie auch nicht (oder?)

Reiten
Zitat:
Wenn sie lieb trabt sofort absteigen und heim führen

Warum Heim? Warum nicht absteigen und führen und mal weiter reiten, der schlüssel soll nicht zu hause liegen sondern bei dir - habt spass! Wer lieb im Trab ist darf auch (von dir bestimmt) mal galoppieren und dann Päuschen.

Nur so die ersten Dinge die mir einfallen...

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Jassi



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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Sep 2017 16:49    Titel:   Antworten mit Zitat

An welcher Position ist sie, wenn ihr spazieren geht? Schickst Du sie dabei auch mal nach vorn und führst sie auf Höhe der Sattellage? Oder von hinten?
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sigga



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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Sep 2017 18:11    Titel: Re: Gestresste Rennmaus , wie korrigieren ?   Antworten mit Zitat

Hallo erst mal!

Und gleich vorweg mal eine Frage: kannst Du das etwas näher beschreiben? Klingt für mich eher wie "Angst vor Kontrollverlust" als "Verantwortung übernehmen", ist aber nach der kurzen Beschreibung eher eine Idee als wirklich konkrete Vermutung...

Dopsi hat Folgendes geschrieben:
Sie ist ein sehr intelligentes , mutiges pferd welches schnell Verantwortung für sich und die Herde übernimmt , dabei aber oft gestresst wirkt . Bei Stress möchte sie rennen. Es kommt aber vor dass sie auch mal trotzig ist , dann bleibt sie eher stehen und macht pseudo Hüpfer ( sie ist eine Isländerin )


Und du schreibst, sie ist durchgecheckt. Mich würde interessieren, von wem (also TA oder dgl.) Smile

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Kugelblitz



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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Sep 2017 19:06    Titel:   Antworten mit Zitat

Wenn du dein Pferd gut beobachtest und die richtigen Schlüsse gezogen hast (oft wird man ja betriebsblind, auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt), dann ist das Rennen aus Angst/Unruhe und somit kaum über irgendeine Art der Belohnung weg zu konditionieren.

Bei Angst wählen wir die Technik Annäherung und Rückzug, um dem Pferd zu vermitteln, dass die furchtbare Situation auch wieder weggeht und dem Pferd nur eine Menge an Herausforderung zu stellen, die es auch bewältigen kann. Jedes Mal, wenn dein Pferd eine Situation erfolgreich gemeistert hat, wird es mutiger, also weniger ängstlich/unruhig. Damit hat sie dann wiederum weniger Anlass zu rennen.

Ist sie sofort gestresst, wenn du den Hof/ die Herde verlässt oder erst nach einer gewissen Zeit? Die könntest Annäherung und Rückzug spielen, in dem du den Weg am Hof entlang einfach immer wieder hin- und herreitest, bis sie merkt, dass gar nichts passiert. Also solange weitermachen, bis sie sich richtig entspannt hat. Das ist der Moment zum Aufhören. Nicht als Belohnung, sondern um das Gefühl, das sie in dem Moment hat, aufrecht zu erhalten und es nicht durch weitere Anfragen von dir in Gefahr zu bringen.

Ihren Mut kannst du auch an allen möglichen kleinen und großen Herausforderungen erproben und stärken. Je öfter sie in deinem Beisein eine beängstigen Situation meistert, desto mutiger wird sie und desto toller findet sie dich, weil sie sich bei dir immer plötzlich weniger unsicher fühlt.

Grundsätzlich hast du gerade bei so einem Pferd die Chance echte Erholung für dein Pferd zu sein, weil du ihr in der Zeit eures Zusammenseins die Verantwortung für sich und die Herde abnehmen kannst, die ihr bisher zu viel zu sein scheint. Sie wird dich nie wieder von hinten sehen wollen Ironie

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Dopsi




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BeitragVerfasst am: Mi, 27. Sep 2017 20:51    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke für eure schnellen Antworten Smile

Ich versuche mal der Reihe nach alles zu beantworten.

Es ist grundsätzlich überhaupt kein Problem den Stall zu verlassen, ich kann sie aus jeder Position führen im Schritt. Falls wir mal an der Hand traben Hechel ich einfach so gut ich kann neben ihr her. Hier im Taunus gehts gefühlt immer Berg auf ....

Dass mit den Kontrollverlust kann gut sein. Sie Scannt oft die Gegend ab. Dabei ist sie aber nicht besonders aufgeregt, nur wenn ich sie zwingen z.B nicht hinzuschauen, dann regt sie sich auf. Ich mach das mittlerweile so, dass ich mit ihr in die Richtung schaue und dann ist es nach ganz kurzer Zeit in Ordnung. Seit dieser Taktik wurde sie bisher kein einziges mal hysterisch. Das kann sie nämlich auch, ist aber in dem Jahr nur zweimal vorgekommen und es war beide male meine Schuld. Ich hab mich da nicht souverän sondern ganz hilflos verhalten. Ich arbeite da fortwährend an mir selbst und merke ja an Dopsi, dass das besser geworden ist.

Sie hat ein Problem sobald ich da oben drauf sitze. Ich habe aufsteigen und die ersten schritte wie mit einem Jungpferd nochmal mit ihr erarbeitet. Wenn man Erregung in einer Skala von 1-10 einsilieren müsste, wäre sie so bei einer 5 wenn wir losreiten. Nach einiger Zeit im Schritt auf ihrer Lieblingstrecke pendelt es sich zwischen 3-4 ein. Dann kann es aber sein, dass wir bei der Auswahl des Weges nicht einer Meinung sind und schon ist sie auf ner 7. Sie folgt meinen Anweisungen widerwillig, aber es regt sie halt auf. Dann kommt z.b eine Strecke wo wir schonmal getrabt sind, dann ist sie auch bei einer 7 und will antraben. Wenn ich sie pariere geht sie zwar schritt, ist dabei aber sehr erregt. Manchmal zockelt sie öfter los und ich muss dann öfter wieder durchparieren.

Wenn wir traben kann das auch 200 meter gut gehen und plötzlich schießt sie von einer 4 auf eine 8. Warum ? Ich weiß es nicht. Dann kommt wieder ein weg den sie mag und schwups ist sie wieder auf ner 3.

Manchmal ist sie von Anfang an im Trab auf einer 8, heute z.b war sie wieder relativ ruhig im Trab. Da kannte sie aber auch die Strecke nicht und sie hatte eh einen guten tag.

Sie hatte schon sehr viele Besitzer und hat wohl in der Vergangenheit nicht immer gute Erfahrungen gemacht. Sie hasst es fixiert zu werden und generell enge. Ich versuche deswegen ihr vorne immer so viel Luft wie möglich zu geben. Momentan reite ich vierhüglig mit knoti und einem nathegebiss. Heute habe ich die Gebisszügel garnicht gebraucht.

Generell ist sie wirklich sehr mutig. In dem jähr hat sie sich vllt 2 mal erschreckt. Dubiose Dinge werden nach kurzer zeit untersucht. Sie untersucht sowieso sehr gerne dinge, da ist sie auch sehr ,,Maulbetont" und nimmt alles mögliche in den Mund. Ich kann sie mit allem eindecken, einmal hatte sie ne durchsichtige plasikschüssel auf dem Kopf ( stand irgendwo rum). Das macht ihr garnichts.

Ich habe Blut abnehmen lassen, den rücken röntgen lassen, Physio kommt alle 6 Monate, Zahnarzt war da. Ihr Sattel wird halbjährlich kontrolliert und sie hat extra nen sau teuren Gurt für moppelponys. Zahnarzt war im April da.


In der Herde ist sie so der Typ ,,Dampfwalze". Relativ ranghoch aber zur Chefin fehlt ihr noch Souveränität und Gelassenheit. Und manchmal ist sie ziemlich zickig und lässt ihren Unmut dann an denen unter ihr aus.


Puh, ich hoffe ich konnte jetzt alles beantworten.



Achja, heute waren wir mal1.5 h unterwegs. Der Hinweg war echt entspannt, so entspannt wie selten. Nach ca. 30-40 Minuten sind wir eine fremde Strecke leicht bergauf getrabt, war auch prima. Bin dann abgestiegen und hab sie grasen lassen. Auf dem Rückweg war sie dann allerdings wieder sehr aufgeregt. Ich musste ihr mehrmals erklären, dass alleine antraben nicht ist ( arbeite da auch mit Druckstufen beim parieren) dann ist sie total hektisch im Stechschritt unterwegs gewesen. Ich musste schon ein bisschen lachen. Sie ist ja nicht getrabt glücklich grinsend

Kurz vor dem Stall gibt es einen Betonweg, da ist sie dann komplett wieder runtergefahren und alles war gut. Vielleicht sollte ich öfter mal andere / längere Strecken reiten. Ich reite ganz oft die selbe Strecke mit kleinen Abwandlungen in der Hoffnung dass sie sich dann weniger aufregt weil sie alles schon kennt.
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Ponycowgirl



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BeitragVerfasst am: Fr, 29. Sep 2017 10:49    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich hätte vielleicht auch noch eine Idee:
Ein Pferd orientiert sich ja sehr an Gewohntem. Ist dann was anders, ist das total gruselig. Ich reite mit meinen Jungpferden extra immer möglichst andere und neue Strecken, damit sie eben nicht Bestimmtes schon erwarten. So müssen sie auf den Reiter vertrauen, und wissen irgendwann "alles ist neu, aber das ist normal".
Noch eine Idee, die bei manchen Pferden wirkt: Zirkeln.....Du reitest Heim im Schritt und dein Pferd wird immer schneller oder wird hektisch im Schritt. Jedes Mal, wenn das Pferd schneller ist, als du möchtest, reitest du sofort 1-2 (nicht mehr, sonst kann es sauer werden!)Volten (so viel Platz ist auf jedem Feldweg), dann wieder geradeaus...wird's dann wieder schneller, dann wieder Volten reiten. Das musst du bis zum Stall dann durchziehen! Ich würde auch 500m vor dem Stall absteigen und in Ruhe führen. Sollte das Pferd dann auch schneller werden...wieder kreisen...
ABER: Es gibt Pferde, die man mit dieser Methode aufstachelt, daher immer ruhig und konsequent bleiben, nicht hektisch oder frustriert werden! Das Pferd nicht zutexten, am besten gar nix sagen, nur reiten!
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samsam
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BeitragVerfasst am: Sa, 30. Sep 2017 19:53    Titel:   Antworten mit Zitat

Für mich hört es sich nach einem Pferd an, welches gelernt hat, dass es sich nur auf sich selbst verlassen kann und somit von Haus aus erst einmal misstrauisch ist und dem Menschen nicht vertraut - also ebenfalls FERNdiagnose Angst vor Kontrollverlust. Smile

Meiner Erfahrung nach muss man erst einmal das grundlegende Vertrauen aufbauen, ihr zeigen, dass sie eben nicht immer alles abscannen muss, sondern dass du auf sie aufpasst. Du musst ihr beweisen, dass du ein guter Leader bist und bei einem solchen Pferd ist das nicht so einfach, denn sie wird JEDE kleinste Unsicherheit erkennen.
Das heißt: Immer einen Plan haben, angemessen reagieren wenn etwas nicht klappt, gerade wenn sie ihre Energielevel so hin und her switcht. Und vor allem auf Deinen Bereich achten, sie sollte dich nicht anrempeln oder mit der Vorderhand wegdrängeln und beim Führen würde ich sie erst einmal auf Schulterhöhe oder sogar noch ein Stück weiter hinten laufen lassen, solange da Unsicherheiten bestehen.
Wenn das gut klappt kann man das Reiten auch "simulieren" wenn man in Zone 3 führt. Manchmal merkt man da schon ob vlt. etwas nicht ganz klappt - wobei du ja aber schreibst du kannst sie in jeder Zone führen. Wie ist es in Zone 3? Wird sie da manchmal missmutig, legt die Ohren an, will vlt. nicht vorwärts oder geht zu schnell? Dann kann man das erst einmal vom Boden klären bevor man wieder aufsteigt.

Ansonsten Entspannung unter dem Reiter erarbeiten, indem man jedes kleinste Kopf absenken, langsamer werden und abschnauben sofort belohnt könnte vlt. helfen. Vorne festhalten - das hast du schon richtig erkannt - bringt nichts. Ich würde lieber die laterale Biegung nutzen im Notfall wenn sie losrasen sollte. Was auch helfen kann ist sie leicht nach außen zur Reitplatzbande hin zu stellen wenn sie zu schnell ist, in die Richtung kann man sie auch komplett umdrehen und in die andere Richtung weiterreiten um zwischendurch mal ein bisschen zu bremsen ohne sie dabei festzuhalten.

Das sind jetzt wie gesagt Ferndiagnose-Ideen die man mal probieren könnte.
Meine Empfehlung wäre einen Parelli Instruktor aufzusuchen, der einem dabei hilft. So wie du dein Pferd beschreibst ist es nicht unbedingt ein NHS-Einsteigerpferd. Cool
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Dopsi




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BeitragVerfasst am: Sa, 30. Sep 2017 22:06    Titel:   Antworten mit Zitat

vielen Dank für eure Antworten, Sam Sam ich glaube du hast vollkommen Recht mit allem was du geschrieben hast. Die vorherige Trainerin hat ebenfalls gesagt, dass sie den Menschen nicht vertraut, bzw. denen nicht zutraut Probleme angemessen zu lösen oder auf sie aufzupassen.

Ich habe mich vor ein paar tagen in diesem savy Club angemeldet und gerade die Videos zur horsenality regelrecht verschlungen. Und ich muss etwas kleinlaut zugeben, dass das was der ein oder andere Pferdemensch mir schonmal vorsichtig versucht hat zu sagen wohl garnicht so abwegig ist.
Ich schätze sie auf LBE ein, sie ist auf jeden fall sehr viel left Brain, das hab ich manchmal falsch eingeschätzt.
Sie versucht mich oft mit der Nase rumzustupsen, Hinterhand ist easy zu verschieben, Vorhand war ein Kampf bis das mal funktioniert hat. Sie macht es, aber sie hasst es, genauo wie circling game.
Führen aus Zone 3 habe ich gerade vorgestern wieder gemacht, da hatten wir beim lenken anfänglich ein paar Unstimmigkeiten und ich musste leider auch einmal Phase vier mit dem Stick an der Schulter anwenden. Dann gings aber.

Gestern haben wir Regenschirm-planenaction gemacht- garkein Problem. Dieses Pferd ist wirklich überhaupt nicht ängstlich. Sie musste Kekse unter einer Plane hervorwühlen-sowas liebt sie ja.


Heute sind wir nur den weg am Stall langgeritten weil ein Gewitter aufzog, und da ist mir nochmal richtig klar geworden was das Problem ist. Als ich den Weg das erste mal vom stall wegritt bin ich entgegen unserer sonstigen Gewohnheit direkt angetrabt, dopsi war super bei mir. Dann habe ich zwei kleine Zirkel geritten und wollte im schritt den weg zurück , dopsi regt sich fürchterlich auf und zieht natürlich total Richtung stall. Ich aber nicht die kleine Einmündung Richtung stall abgebogen sondern weiter gerade aus, dopsi fand das mal sowas von unnützig. Da hat sie sogar richtig die Ohren angelegt und so leichte Schlenker mit dem Hintern gemacht, a la ,,ich kann auch buckeln". Wir sind den weg noch paar mal auf und ab- ich wusste nicht genau wie ich reagieren sollte. Wollte sie aber auf garkeine Fall entscheiden lassen, dass es jetzt sofort zurück zum stall geht.

Sie erinnert mich an einen kollerischen Menschen der sich z.B fürchterlich über den Nachbarn oder sonst wen aufregt. Ich hab sie dann durch Ablenkung mit Schlangenlinien und Halt- Schritt - übergangen dazu bewegen können, den weg wenigstens einmal im schritt und halbwegs entspannt zu laufen. Dann bin ich abgestiegen. Mir ist heute aber nochmal klar geworden - es ist keine Angst bzw. keine Angst vor mir als Reiter Ansich. Sie hasst es glaub ich nur ,,fremdbestimmt" zu werden...


Vielleicht suche ich nochmal nach nem Trainer, der müsste wegen unserem Verladeproblem dann aber erstmal zu uns kommen. Ich bin skeptisch weil die letzte Trainerin die sie auch beritten hat, die nerven verloren hat und wirklich richtig unfair zu ihr wurde und sie z.b mehrmal vor mir ins Gesicht schlug und anschrie. Ich selbst bin eher introvertiert und lass mich nicht so schnell reizen, bin dafür aber bestimmt öfter mal zu nachsichtig.
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Kugelblitz



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BeitragVerfasst am: So, 01. Okt 2017 11:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Wo kommst du denn genau her? Vielleicht hat hier jemand eine Trainerempfehlung für dich.
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Dopsi




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BeitragVerfasst am: So, 01. Okt 2017 22:01    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich komme aus einem Kaff bei Wiesbaden. Es gibt in der Nähe eine Frau -Iris Kleber--die arbeitet wohl nach Parelli ist aber keine offizielle Instruktorin. Jemand anderen kenn ich leider nicht.
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samsam
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BeitragVerfasst am: Sa, 07. Okt 2017 10:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich bin skeptisch weil die letzte Trainerin die sie auch beritten hat, die nerven verloren hat und wirklich richtig unfair zu ihr wurde und sie z.b mehrmal vor mir ins Gesicht schlug und anschrie.


Ich hoffe mal das war nicht die Parelli Instruktorin die Du oben erwähnt hast, die sie angeritten hat Shocked Shocked
Leider, leider, leider habe ich auch schon schlechte Erfahrungen mit selbsternannten Horsemanship-Trainern gemacht. Dabei ist egal ob sie sich auf Parelli berufen, weil sie sich mal damit beschäftigt haben. Unter dem Horsemanship Deckmantel wird viel Schindluder getrieben weinend und sehr traurig
Und selbst wenn der Trainer irgendeine Lizenz hat, muss das nicht unbedingt etwas gutes bedeuten. Ich weiß, dass es Trainerlizenzen gibt, die nach 2 Wochen Trainer-Kurs vergeben werden, das halte ich für sehr fragwürdig.
Beim Parelli System ist es zumindest so, dass da nicht jeder ein Trainer-Sternchen bekommt, da muss man schon echt was dafür tun und auf dem Kasten haben. Denke ich und hoffe ich Smile

Leider kenne ich mich in Deiner Ecke nicht aus, aber hier ist eine Karte mit Parelli Instruktoren:
https://www.parelli-instruktoren.com/de/instruktoren-schweiz/
Da sehe ich zum Beispiel Ralf Heil in Deiner Nähe?
Auf der Startseite https://www.parelli-instruktoren.com/de/ kann man auch nach Kursen suche, die Instruktoren sind ja oft auch Deutschlandweit unterwegs.

Wegen dem Verladeproblem würde ich einfach mal anfragen. Eventuell lässt es sich ja organisieren, dass dich jemand zum Kurs abholen kommt, dir also beim Verladen hilft und in einer Woche Kurs bekommst du das Problem bei einem guten Trainer auf jeden Fall in den Griff.
Ich war 1 Woche bei Silke Vallentin und wir hatten Pferde mit wirklich extremen Verladeproblemen, am Ende der Woche sind alle freiwillig rauf gelatscht Smile
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Dopsi




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BeitragVerfasst am: Do, 12. Okt 2017 21:04    Titel:   Antworten mit Zitat

Nee, die letzte Trainerin war zum Glück nicht die Ausbilderin. Leider arbeitet die Ausbilderin fast 500 km entfernt von uns. Ich werde mich mal mit Ralf Heil in Verbindung setzen, vielleicht kann man das Verladeproblem ja irgendwie lösen. Ich schäme mich nur etwas vor fremden Leuten wenn sie dann so die ganz schlimme Seite raushängen lässt-und das ist beim Verladen definitiv so. Wer weiß wie lang das dauert bis da letztendlich reingeht... verlegen, peinlich getroffen

Ansonsten klappt es aber ganz gut- wir haben jetzt ausschließlich Bodenarbeit gemacht und ich habe vermehrt geübt sie auch aus Zone 3,4 und 5 zu führen. Morgen möchte ich wieder den ersten Reitversuch starten. Mal abwarten wie es läuft.
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osch
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BeitragVerfasst am: Fr, 13. Okt 2017 10:32    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich schäme mich nur etwas vor fremden Leuten wenn sie dann so die ganz schlimme Seite raushängen lässt-und das ist beim Verladen definitiv so

musst du nicht, wäre alles gut bräuchtest du kein Verladetraining.
Ich versteh dich aber mir ging das mit Murphy nicht anders musste das aber auch ablegen. Immer dran denken am Ende wird alles gut und was andere denken / sagen ist nicht euer Problem.

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BeitragVerfasst am: Sa, 21. Okt 2017 16:29    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo, ich wollte nochmal berichten. Ich war bei Ralf Heil- allerdings hat sich eine für mich noch viel bessere Gelegenheit ergeben. Eine Freundin von mir ist zwar keine Instruktorin war aber als working student bei Ralf Heil und ganz lange bei Silke Valentin.
Mir war garnicht bewusst wie professionell sie im horsemanship ist. Wir hatten heute eine Einheit zusammen mit Dopsi und es hat richtig gut geklappt.

Wir werden jetzt erstmal weiter zusammen arbeiten, parallel schaue ich mich weiter nach einem neuen Stall mit Reitplatz um. Ich hatte überlegt zu Ralf auf die Anlage zu wechseln-das kann ich mir aber auf Dauer leider einfach nicht leisten.
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