www.natural-friends.de - Übersicht
Startseite}Startseite    FAQFAQ    BoardregelnBoardregeln    UserlisteUserliste    GruppenGruppen    LandkarteLandkarte   RegistrierenRegistrieren
ProfilProfil    ZitateZitate    StatistikStatistik    SuchenSuchen    Einloggen, um private Nachrichten zu lesen    LoginLogin 

Weidehaltung - Pro und Contra   
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.natural-friends.de - Übersicht -> Haltung, Fütterung, Gesundheit
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
sigga



Alter: 42
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 11.10.2010
Beiträge: 1032
Wohnort: Schiefling am See
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Do, 28. Sep 2017 09:54    Titel:   Antworten mit Zitat

Kugelblitz hat Folgendes geschrieben:
sigga, was verstehst du unter Vitalstoffen?

meines Wissens nach sind Pferde durch Gras/Heu reichlich mit Eiweiß versorgt, hier besteht also nur in den seltensten Fällen ein Mangel.



Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente

Im Gegensatz zu Kohlenhydraten geht's bei Eiweiß nicht nur um die Menge, sondern auch um die Zusammensetzung - Stichwort biologische Wertigkeit. Kurz gesagt: wenn essentielle Aminosäuren fehlen, kann der Körper die Proteine nicht zusammenbauen.

_________________
Sigga, Björk und Lilja

Energetik und Wissenschaft - (k)ein Widerspruch
Tier- und Humanenergetik - Bewegungstraining - Pferdefütterung
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
samsam
Moderator


Alter: 36
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 30.01.2012
Beiträge: 956
Wohnort: Nähe Dresden
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Sa, 21. Okt 2017 11:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Zu dem Thema habe ich einen interessanten Artikel gefunden:
https://www.4my.horse/fachbeitrag/p....eide-das-paddock-paradise

Ich kenne zwar das Prinzip des Paddock Trail - mir war aber nicht bewusst, dass der Autor (und Erfinder?) des Paddock Paradise tatsächlich ganzjährige Heufütterung der Grasfütterung vorzieht.
Es hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht.

Ich denke schon, dass Pferde das Bedürfnis haben zu Grasen und ich kann mir nicht vorstellen dass es möglich ist mit meinem Pferd im Sommer in den Wald zu reiten wenn sie nur Heu bekommt. Ich vermute eher dass sie sich dann im Wald festfrisst... Big Evil Grin Aber sonst stimme ich dem zu dass das Gras auf unseren Wiesen eigentlich viel zu "fett" ist. Wir haben die Pferde im Moment nur tagsüber auf der Weide, nachts nur mit Heu weil das nachgewachsene Gras, das gerade auf der Weide steht zu viel ist. Das haben wir an den dick werdenden Bäuchen gemerkt (und teilweise auch am Kotwasser wie in dem Artikel beschrieben).
Unsere Weide wird auch ganz altmodisch jeden Tag weitergesteckt, so dass die Hotties mitunter auch ein bisschen Futter suchen müssen und nicht immer voll im Saftigen stehen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Herbstgold



Alter: 63
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Beiträge: 3580
Wohnort: bei Celle
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Sa, 21. Okt 2017 14:13    Titel:   Antworten mit Zitat

So korinthenkackerig das erscheinen muss - aber wir müssen unterscheiden zwischen den Begriffen "Paddock Trail" und "Paddock Paradise". Letzteres ist von Jaime Jackson (in einigen Ländern als Bezeichnung geschützt) aufgebracht und mit ein paar Mindestanforderungen versehen, wozu nicht nur die Bodenbeläge gehören, sondern auch z.B. das Verbot von Sackgassen.
Wir haben in der XING-Gruppe seinerzeit den neuen Namen abgestimmt und das Prinzip als Grundsatz bekanntgemacht ohne Mindestanforderungen an Länge, Breite, Bodenbeschaffenheit etc., um möglichst viele Menschen zu ermutigen, ihren Auslauf umzugestalten - und wenn der Trail auch nur 150 m lang würde.
Im Paddock Trial gibt es also auch keine Pflicht, auf Gras zu verzichten. Allerdings ist es nach wie vor so, dass die Allermeisten deshalb zum Paddock Trail kommen, weil sie Probleme mit Hufrehe auf Gras haben. Der Verzicht auf Gras ist also erstmal eine Hilfe. In sehr vielen Fällen führt ja der Trail außen um das Weideland herum, und nicht rehe-gefährdete Pferde der Gruppe können stundenweisen Zugang bekommen. Wer einmal mit Hufrehe zu tun hatte, mag danach auch vermeintlich gesunden Pferden kaum noch 24/7 Gras gewähren.
Mein Rehe-Pony steht nun seit knapp 10 Jahren im Paddock Trail mit Heu. Ja, sie möchte gern Gras haben (aber ihre Futtergier war ja eh ihr Problem), aber dass sie deshalb nicht im Wald zu kontrollieren wäre, kann ich nicht bestätigen.

Ich kann nur immer wieder betonen, dass das, was wir als Weide für Pferde kennen, nicht der Natur der Pferde entspricht!
Sie sind von der Natur her nicht für ein Schlaraffenland ausgelegt, sondern für eher steppenartiges Gelände, d.h. hier mal ein Büschel und dort mal eines, und das auch oft graugrün und struppig und keineswegs weich und quietschgrün. Unser hiesiges Gras ist eine für Pferde ungeeignete Ernährung, grade so wie Chips für uns. Als Leckerli ok, als Grundfutter nicht.

_________________
Die Segel bestimmen den Kurs, nicht der Wind
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sadderica
Moderator


Alter: 46
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Beiträge: 2328
Wohnort: Attendorn
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: So, 22. Okt 2017 21:40    Titel:   Antworten mit Zitat

Meine beiden bekommen ja auch das ganze Jahr nur Heu.
Habe keine Probleme mit dem im Gras festbeißen.
Natürlich versuchen sie bei Stehenbleiben im Gelände auf Graswegen das Gras zu erhaschen oder auch mal im Gehen, wenn das Gras so hoch ist, dass es quasi ins Maul wächst. Ansonsten zumindest bei meinen beiden recht problemlos.
Sind aber auch LBE zw. RBI und keine LBI Big Evil Grin

_________________
Natürlich interessiere ich mich für die Zukunft - schließlich werde ich den Rest meines Lebens in ihr verbringen (G. Burns).
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
osch
Moderator


Alter: 50
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 30.11.2010
Beiträge: 2322
Wohnort: Winsen/Luhe
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Mi, 25. Okt 2017 11:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Uns sollte bewusst sein das alles was wir wissen ein Prozess der weiterentwicklung ist.
Dieser ist nie abgeschlossen weil immer neue Erkenntnisse dazu kommen.
Früher gab es mal Ständerhaltung, war nicht gut man hat das festgestellt und einfach eine
grössere Box gebaut. Irgendwann haben Menschen die Pferde wieder nach draussen gestellt mit fastnix ausser einem Unterstand und die Tierschützer kamen ohhh die armen Pferde frieren bestimmt.
Heute wissen auch die das sie dort gut untergebracht sind.
Dann hat man Trailgänge gebaut und Bewegung erzeugt....
Einige haben wenig Weide dazu einige viel andere gar keine.
Wir lernen und müssen uns auch selber umschauen.
Ich sehe hier überall Pferde die meines erachtens nach viel zu früh und dann bis Oktober teils ganzjährig auf richtig fetten Weiden stehen. Und ja denen gehts gut, da sind Ställe bei die davon leben und teils 50 Einsteller haben.
Wäre es ein Grundsatz Weide = Rehe hätten sie sicher ein Problem bzw. viele eingeschläferte oder Kranke Pferde.
Wir werden weiter dran bleiben müssen und lernen. Die Wissenschaft wird weiter Rehe untersuchen und andere Krankheiten.
Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt Weide also nicht unbedingt als den Teufel malen, vielleicht mit vorsicht geniessen und schauen wie diese bearbeitet werden und das richtige Mass finden.

_________________
think!
mein Blog
www.die-offenstaller.de
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Herbstgold



Alter: 63
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Beiträge: 3580
Wohnort: bei Celle
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Mi, 25. Okt 2017 11:56    Titel:   Antworten mit Zitat

Weide ist nicht der Teufel. Monsanto ist es, bzw. die Gier des Menschen.
OK, auch das ist kein Fakt, sondern meine Meinung und Erfahrung.

_________________
Die Segel bestimmen den Kurs, nicht der Wind
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sigga



Alter: 42
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 11.10.2010
Beiträge: 1032
Wohnort: Schiefling am See
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Do, 26. Okt 2017 09:50    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich glaube, man muss sich einfach von Aussagen wie "das ist die optimale Lösung" trennen. Denn wie die beste Lösung vor Ort ausschaut hängt immer von vielen Faktoren ab und ein sehr wichtiger dabei ist das Bewegungspensum (Kombination aus Bewegung mit dem Besitzer, aber auch ohne).

24/7 Weide geht, wenn die Faktoren passen nehmen Pferde sogar dabei ab, ist aber sicher nicht immer realisierbar.

Auch für Hufrehe ist nicht zu viel Weide die alleinige Ursache, auch da sollte man sich nicht zu sehr auf diesen einen Faktor versteifen. Und ich kenne Pferde, die bei entsprechenden Rahmenbedingungen nach einer Rehe mit 24/7 ganzjähriger Weidehaltung gut zurechtkommen. Ist natürlich nicht der Standardfall und würde ich jetzt so auch nicht empfehlen. Aber es kann gutgehen.

_________________
Sigga, Björk und Lilja

Energetik und Wissenschaft - (k)ein Widerspruch
Tier- und Humanenergetik - Bewegungstraining - Pferdefütterung
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Herbstgold



Alter: 63
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Beiträge: 3580
Wohnort: bei Celle
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Fr, 06. Apr 2018 08:59    Titel:   Antworten mit Zitat

Es ist nicht nur ein halbes Jahr vergangen, sondern hier hat sich allerhand verändert. Nicht nur ist das Shetty nun auch ein Rehepony geworden, kommt also ebenfalls gar nicht mehr auf Gras, sondern Raffi ist Heuhuster und kriegt kein Heu mehr - logistisch "ein gewisser Aufwand", aber machbar, weil ich die Flächen habe.
Man kann also niemals sagen, das Eine sei gut und das Andere schlecht - die Situation macht es.

Ich fände es auch toller, wenn alle 3 gesund wäre und ganzjährig im Freiland zwischen Heidekraut und Buchenwald wechseln könnten, wie der Bedarf es erfordert.
Aber derzeit schlägt die Natur hier auch von anderer Seite zu: das benachbarte Hutewaldprojekt wird schließen, weil die Wölfe alle Kälber holen und der betreuende Landwirt das nicht mehr mitmacht. (Wir haben hier ein paar mehr Rudel als andere Regionen in DE).
Solch große Flächen
a) KANN man gar nicht wolfssicher einzäunen und
B) DARF man nicht, denn im Landschaftsschutz geht es nicht an, eine so viel ha große Fläche für jedes andere Wild zu sperren. Und durch einen Wolfszaun werden zwar selten Wölfe abgehalten, immer aber Rehe und Hirsche.
Es ist selten so, wie man es sich wünscht.
Bei mir jedenfalls stehen die 3 nur noch stundenweise zusammen, wenn grad alle Heunetze leer sind. Wie ist Raffi in der Grassaison schlank halten soll, muss ich mir noch einfallen lassen.

_________________
Die Segel bestimmen den Kurs, nicht der Wind
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
itmotte



Alter: 45
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 31.07.2015
Beiträge: 418
Wohnort: 21756 Osten-Isensee
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Fr, 06. Apr 2018 16:09    Titel:   Antworten mit Zitat

Ach liebe Herbstgold, was für ein Start ins Jahr.
Vielleicht findet sich für auch doch noch eine Lösung. Meine Heuhuster habe ich durch befeuchten plus bedampfen gut im Griff und das mache ich auch für drei Ponies. Eine gute Heulage könnte auch in Frage kommen. Wenn daas Heu nur leicht feucht ist und der Gärprozess früh gestoppt wird, ist es ebenso bekömmlich wie Heu.

Es gibt sicher noch viele andere Alernativen, die dir noch gar nicht in den Sinn gekommen sind und dein Leben und das der Ponies berechern wird. Manche Probleme, die riesig und unüberwindbar vor uns stehen, bringen uns weiter.

Ich vertraue auf deinen Kampfgeist und Erfindungsreichtum. Überleg was du alles geschafft hast. gib Küsschen

_________________
Das Leben ist doch ein Ponyhof!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Herbstgold



Alter: 63
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Beiträge: 3580
Wohnort: bei Celle
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: Mo, 09. Apr 2018 09:13    Titel:   Antworten mit Zitat

itmotte hat Folgendes geschrieben:
befeuchten plus bedampfen gut im Griff und das mache ich auch für drei Ponies


für beides ist eine etwas zivile Umgebung erforderlich, also mit Wasser- und Stromanschluss

itmotte hat Folgendes geschrieben:
gute Heulage


davon halte ich gar nichts. Ist für nur 1 Pony auch gar nicht machbar, weil angebrochene Ballen zu lange liegen, und die EMS- und Rehe-Ponys dürfen da schon gar nicht ran.

Aber das mit dem Futter wird irgendwie machbar sein, einfach weil ich sowohl Paddock mit Heu als auch Weideland habe. Da bin ich wirklich fein raus.

Außerdem, nicht zu vergessen, ist ja Ponyhaltung mein Hobby. Macht also nicht, wenn es etwas Aufwand ist (letzter Satz ist mein Mantra...).

_________________
Die Segel bestimmen den Kurs, nicht der Wind
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.natural-friends.de - Übersicht -> Haltung, Fütterung, Gesundheit Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Seite 2 von 2
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Impressum