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Wer hat Angst vorm bösen Wolf   
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Angst vorm Wolf?
Interessiert mich nicht
8%
 8%  [ 2 ]
Ich habe sorge um meine Pferde
8%
 8%  [ 2 ]
Ausreiten macht mir Angst
4%
 4%  [ 1 ]
Der Wolf gehört nach Deutschland ich passe mich an
39%
 39%  [ 9 ]
Ich bin informiert und hab keine Angst
39%
 39%  [ 9 ]
Diese Umfrage ist zeitlich nicht begrenzt

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osch
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 09:49    Titel: Wer hat Angst vorm bösen Wolf   Antworten mit Zitat

Der Wolf dringt weiter vor und viele haben Angst, sind uninformiert oder einfach unsicher.
Wie steht ihr dazu?

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Kugelblitz



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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 12:01    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich finde, dass der Wolf ruhig wieder hier bei uns leben darf. Seine üblichen und passenden Beutetiere haben wir weiterhin zu bieten und einige schöne Wälder auch noch. Wenn wir ihm diese Umgebung lassen, hat er auch nicht viel Grund uns unsere Haustiere streitig zu machen. Es sei denn natürlich, wir servieren sie ihm auf dem Silbertablet. Da muss man dann eben mal drüber nachdenken.
Als Beute kommen echte Pferde eh nicht in Frage. Maximal Fohlen und weniger wehrhafte Shetties. Die muss man dann eventuell tatsächlich zur Dämmerung in den Stall holen. Hat man früher auch hinbekommen. Wenn man einen Grund für Box über Nacht finde ich das auch in Ordnung.

Beim Ausreiten mache ich mir gar keine Gedanken, da ich nicht glaube, dass Wölfe Beutetiere aussuchen, die mit erhobenem Kopf und offenen Augen und Ohren durch den Wald spazieren. Mal davon abgesehen, dass unsere Pferde noch gewisse Instinkte haben und ein Wolfsrudel wahrnehmen können, solange sie eben nicht ins Grasen vertieft sind Ironie

Nur würde ich in bekannten Wolfgebieten mein Pferd nicht beim Wanderritt über Nacht an einen Baum gebunden parken und daneben im Zelt schlafen. Wild-Wet-Romantik hin oder her, aber das muss vielleicht nicht sein.

Und wenn man bedenkt, dass bei der Diskussion in der Schafhalter-Welt herauskam, dass dann die gegen den Wolf angeschafften Herdenschutzhunde Menschen anfielen, wäre ich mit solchen Maßnahmen auch vorsichtig.

Zusätzlich bin ich an Raubtiere "gewöhnt". Tiere, die zumindest theoretisch in der Lage wären in ein Pferd zu beißen hatten wir nun lange nicht, aber kleine Raubtiere schon. Ich habe 2 Meerschweinchen an einen Marder verloren und niemand diskutiert nun, ob Marder in Deutschland leben dürfen oder vertrieben/ausgerottet gehören. Nur ich allein freue mich aus emotionalen Gründen, wenn ich einen toten Marder am Straßenrand liegen sehe.
Raubtier ist Raubtier und Beutetier ist Beutetier. Wenn wir die beiden voneinander getrennt haben wollen, dann ist das unserer Aufgabe.

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Herbstgold



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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 12:52    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich lebe in einem akut "gefährdeten" Dorf und dann gefällt es einem schon nicht so gut.
Das am Ortsrand lebende Rudel kann man gelegentlich sehen. Es hat dafür gesorgt, dass die ca. 400 Meißendorfer Schafe ihren Auftrag, Flächen im TrÜPl (der grenzt unmittelbar ans Dorf) nicht mehr mit ihrem Naturschutzauftrag pflegen zu können. Da fällt den Schafhaltern eine eingeplante Einnahme weg (und die Pflege wird nun mit Maschinen erledigt).
Die erforderlichen Einzäunungen sind ungeplante Ausgaben (ohne den aufwändigen Zaun keine Entschädigung beim Riss - und du bekommst gerade mal Schlachtpreis, auch bei prämiertem Herdbuchbock). Herdenschutzhunde vertragen sich nur mühsam mit Tourismus und mit den Hütehunden der bewachten Schafherde - das ist keine Lösung. Zudem kostet so ein Herdenschutzhund einen hohen Kaufpreis und erfordert eine teure Ausbildung für den Menschen.
Speziell hier in der Heide, die mit ihren Schaf- und Schnuckenherden (vielfach im Privatbesitz) im Tourismus wirbt, sollten die Schafhalter deutlich unterstützt werden. Dass es nicht "gelegentlich 1 Schaf ist" sieht man hier
http://www.wildtiermanagement.com/w....wolf/nutztierrisse_karte/

Wo Wölfe sind, steht hier: http://www.wildtiermanagement.com/w....achweise_in_niedersachsen
Wir haben das Rudel "TÜP Bergen"

Wie gesagt: unser ansässiges Rudel ist unauffällig, doch jährlich werden die Jungtiere "auf die Walz" geschickt und diese Einzeltiere reißen immer wieder Nutztiere. Die sind meistens leichter zu kriegen, wenn man kein unterstützendes Rudel hat.
Derzeit haben wir einen solchen Einzelwolf auf der anderen Seite des Dorfes. Er scheint hier aufgewachsen zu sein, hat keinerlei Scheu vor Menschen, und wird auch am Tage (letzte Woche: 9.30 Uhr) zwischen den Wohnhäusern gesehen. Er ist besendert und sein Verhalten wird überwacht. Mal sehen... jedenfalls ist den Hundeleuten die abendliche Runde verleidet. Er ist nicht aggressiv gegen Menschen, denn die Chance hat er schon ein paar Mal gehabt - er gibt jetzt 5 Beobachtungen auf dem Gebiet von knapp 1 qkm an den Wohnhäusern.

Persönlich weiß ich nicht, warum ein Tier wie der Fuchs bei Überbestand bejagt wird und der Wolf nicht. Das Wölfe hier leben wollen, verstehe ich. Aber die Anzahl ist mir persönlich hier bei mir zu hoch. Sicherlich gibt es andere Regionen, wo man keinen Handlungsbedarf sieht. Aber wenn man der Bevölkerung erzählt, Wölfe seien scheu und bei Begegnung solle man sich unauffällig zurückziehen, bringt man den Wölfen etwas Falsches bei: sie nehmen den Eindruck mit, dass Menschen ungefährlich sind und man sich ihnen bedenkenlos nähern kann. Das halte ich für grottenfalsch. Ich würde gern mit Getöse meine private Zone verteidigen und auf 10 km rund ums Dorf ausdehnen. Doch dafür ist es bereits zu spät.

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osch
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 13:17    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Er ist besendert und sein Verhalten wird überwacht.


Warum wird er 'nur' überwacht? Normalerweise sollen solche Wölfe doch
"Vergrämt" werden und wenn sie nicht draus lernen ggf. umgesiedelt.

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osch
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 13:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
wo man keinen Handlungsbedarf sieht. Aber wenn man der Bevölkerung erzählt, Wölfe seien scheu und bei Begegnung solle man sich unauffällig zurückziehen, bringt man den Wölfen etwas Falsches bei: sie nehmen den Eindruck mit, dass Menschen ungefährlich


Ich glaube auch hier wird ein völlig falsches Signal gesetzt. Offensiv seine Richtung beibehalten unter Beachtung seiner Lebenserhaltungstriebe Vor Lachen auf dem Boden rollen ist vielleicht die bessere Variante.

@Herbstgold verstehe dich schon du lebst natürlich am Rand der Hauptkonzentration. Da wirds einem schon mulmig...

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Billoid



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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 14:27    Titel:   Antworten mit Zitat

Wir hatten letztes Jahr mal "Wolfalarm". Ich mag Wölfe ja total gern und find die wunderschön und bin auch der Meinung, dass man froh zu sein hat, wenn noch irgendwo Wildtiere herumkrebsen, wo wir eh den meisten den LEbensraum kaputt machen.
Beim Wolfsalarm wurde mir dann aber schon irgendwie anders. Es hieß, ein Wolfspärchen wäre gesichtet worden etc. etc. Dass wir auf unserm Viereck Riesen-Pfoten-Abdrücke gefunden haben, hat die Sache dann auch nicht besser gemacht. Ich muss sagen, mein abendlicher Gang in die Halle war etwas unentspannt. glücklich grinsend (Weniger weil ich Angst hab dass ein Wolf mir was tut als mehr weil ich nicht weiß, wie mein Pferd auf das Auftauchen eines Wolfes reagiert - ein Pferd, das mir im Dunkeln auf die Straße rennt, muss auch nicht sein).

Naja jedenfalls hat das meine Sichtweise schon ein bissl geändert; 2 Wochen später gabs dann Entwarnung: Waren gar keine Wölfe, sondern zwei Wolfshunde (durchaus Wölfe eingekreuzt), die dem nahen Züchter entkommen waren... trotzdem, diese Pfotenabdrücke im nassen Sand waren schon gruselig riesig!

Wir haben auch Schafe und Shetties, und ich muss sagen, ich verstehe wenn die Leute sich hier Sorgen machen. "Dann müssen sie halt über Nacht in den sTall" tut einem halt auch in der Seele weh, wenn man grad mit viel Liebe, Mühe und v.a. Geld extra einen Aktiv-Offenstall gebaut hat. Dann erst wieder einsperren? Einzäunen nutzt ja schon beim Fuchs kaum was...

Also ich hab für beide Seiten Verständnis.

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Ayla



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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 15:09    Titel:   Antworten mit Zitat

Wo wir jetzt unseren Hof haben, gibt es auch regelmäßig Wolfssichtungen im angrenzenden Waldgebiet. Nach dem ich nun viel über den Wolf und insbesondere über das Rudel, welches in unserer Nähe lebt, gelesen habe, kann ich auch wieder alleine ausreiten, ohne Angst zu haben. Ich sehe es ähnlich wie Herbstgold, dass es nicht in jedem Fall richtig ist, den geordneten Rückweg anzutreten. Aber ich stelle mir die Umsetzung ziemlich schwer vor, denn beim Ausritt ist das ja auch abhängig vom Pferd. Ich weiß jetzt nicht mit Sicherheit, wie mein Pferd bei einer Wolfsbegegnung reagiert und ob ich auf dem Pferd sitzend den Wolf zum Rückzug bringen kann. Vielleicht ist ja doch "nur" unauffälliges Zurückziehen möglich.
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Herbstgold



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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 17:35    Titel:   Antworten mit Zitat

"Unserer" ist der 2. Wolf der Region, der so auffällig ohne Scheu ist. Es gab einen in Unterlüß, der ebenfalls am helllichten Tage die Dorfstraße langspazierte. Als er die Kita betrachtete, beschloss man eine Vergrämung (es wurde dann nicht näher berichtet, wie er vergrämt wurde oder ob eingefangen und "in die Mongolei" verbracht - da junge Wolfsrüden schon mal 80 km in einer Nacht laufen, ist ein Wieder-Aussetzen nicht ganz einfach).
Mehr zum Vergrämen hier ziemlich weit unten
http://www.ndr.de/nachrichten/niede....ldwochen-ab,wolf1626.html

Man beobachtet also solche Problem-Wölfe erst eine Weile. Kann ja sein, dass sie Dorfstraßen schnell langweilig finden und wieder im Wald bleiben. Kann aber sein, dass sie Komposthaufen finden...

Man kann schlecht sagen, ab welcher Größe ein freilaufendes Wildtier der Bevölkerung als "zu groß" erscheint. Beim Bären vor einigen Jahren war das ganz einfach. Der Wolf hat so eine grenzwertige Größe. Das gilt ja nicht nur für Raubtiere: wer erstmals in freier Flur einem Rudel Rothirsche mit Stockmaß 150 cm gegenüber steht, bekommt auch Herzklopfen. Beim freilaufenden Elch mit Stockmaß 230 cm und 800 kg hört der Spaß auf. Wenn die hier wieder zahlreich werden, wird der erste Verkehrsunfall die Bürger auf die Barrikaden bringen.

Und so bleibt es persönliche Risikobereitschaft, ob ein Wolf zu groß ist oder nicht. Hellhörig werde ich jedoch, wenn die Wolfs-Befürworter vornehmlich Menschen sind, die in der Stadt wohnen, mit dem SUV zu Biomarkt fahren und den Wolf eher von Bildern kennen. Nachdem sie beim Spaziergang mit ihrem Labbi plötzlich 3 neugierigen Jungwölfen gegenüber standen, denken sie anders.

Bei meiner entschlossenen Meinung muss man aber wissen, dass ich etwas nördlich von Celle wohne, und dann dazu dieses Bild anschauen
http://www.lausitz-wolf.de/index.php?id=1496

In Hameln oder Göttingen sieht man das dann anders.

Wer mag, kann sich mit dieser Broschüre befassen
https://www.nabu.de/imperia/md/cont....tfaden-pferd-und-wolf.pdf

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osch
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BeitragVerfasst am: Di, 09. Feb 2016 18:01    Titel:   Antworten mit Zitat

@Herbstgold danke schonmal für die vielen Links.
Ich werd bei Zeiten mal alle zusammensammeln und nach oben ins Eingangsposting mit einbringen. Wer noch was hat immer her damit.

Ich denke im Umgang mit dem Wolf kann man geteilter Meinung sein und je nach Region kann der eine sich weiter aus dem Fenster lehnen als der andere der z.B. in Munster wohnt.

Das wichtigste ist aber I N F O R M A T I O N
Dadurch lernen wir zu verstehen und müssen uns nicht vor Geistern und Gerüchten fürchten sondern vor einer real anwachsenden zahl von Wölfen die in den meisten Fällen für Menschen ungefährlich, für nutztiere unter bestimmten umständen schon gefährlich ist.

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samsam
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BeitragVerfasst am: Do, 11. Feb 2016 11:19    Titel:   Antworten mit Zitat

Oh schönes Reizthema Smile Danke Herbstgold für den Link, ich habe gerade mal nachgeschaut wie der Wolfsnachweis bei uns ausschaut:
http://www.lugv.brandenburg.de/cms/.....a.3310.de/wolf_nachw.pdf
Ich wohne unten rechts an der Grenze zu Sachsen - also da wo die vielen schönen Kreise sind.

Dass es bei uns Wölfe gibt ist schon lange klar. Gesichtet habe ich bisher noch keinen. Ich habe mich aber vor nicht allzu langer Zeit im Wald mit einem Jäger unterhalten, der schon haufenweise entsprechende Spuren im Wald gesehen hat.
Somit sind die Wölfe bei uns in den Lausitzer Wäldern unterwegs, aber (zumindest im Moment) noch sehr versteckt.
Angst die Pferde nachts draußen zu lassen habe ich nicht, weil im Wald genug Wild ist und in der Nachbarschaft drum herum auch Schafe stehen, die wohl eher Opfer werden als unsere Großpferde. Fohlen und kleine Ponies würde ich aber nicht draußen lassen.
Beim Ausreiten lasse ich mich auch noch nicht einschränken bin aber lieber in der Gruppe unterwegs (Mehr große Pferde, man unterhält sich, ist lauter) als alleine.

Ich sehe die Entwicklung sehr kritisch. Weil ich der Meinung bin, dass bisher in unserem Fall noch alles recht ruhig verläuft, sich das aber in den nächsten Jahren ändern wird. Denn ohne einen natürlichen Feind außer dem Autofahrer werden sich die Wölfe stark vermehren und zwangsweise werden sie irgendwann an Dorfgrenzen stoßen. Denn wir sind hier immer noch im dicht besiedelten Deutschland und nicht in einem Nationalpark in den USA.
Zu dem bisherigen Wolfsmanagement habe ich kein Vertrauen weil ich den Eindruck habe das viel verharmlost wird und dass nicht langfristig nachgedacht wird. Ich befürchte es wird erst gehandelt wenn etwas schlimmes passiert und nicht im Vorraus um zu verhindern dass etwas schlimmes passiert.
Als werdende Mutter sieht man die Sache auch nochmal etwas anders. Denn mit Kind an der Hand möchte man im Wald dann doch keinem Wolf begegnen.
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Herbstgold



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BeitragVerfasst am: Do, 11. Feb 2016 11:37    Titel:   Antworten mit Zitat

So, hier ist unser Bube - auf der Landkarte ist zu erkennen, dass er schon seit Monaten in Meißendorf gesichtet wird. Es ist also nicht davon auszugehen, dass er nur "mal" durch den Wald geschlendert ist.
http://www.nlwkn.niedersachsen.de/p...._id=140489&_psmand=26
(ach so: Meißendorf ist ganz unten und ich wohne direkt an den Teichen)

Wer 2015 ein Jährling war, muss sich 2016 ein eigenes Revier suchen. Wenn er das bei uns tut, ist es das 2. Rudel beim Dorf. Und genau darum fände ich es korrekt, mit Horden von Bewohnern alle paar Tage mit Feuer und Blechdosen durch den Wald zu stürmen und zu lärmen - wie Dörfler das früher taten.

Aber es könnten ja auch "grünkarierte Schachtelkäferlarven" erschreckt werden... nein, auf den NABU bin ich nicht wirklich gut zu sprechen.

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samsam
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BeitragVerfasst am: Fr, 12. Feb 2016 11:05    Titel:   Antworten mit Zitat

Ja, es ist ein schwieriges Thema... Ich finde Wölfe wahnsinnig schön. Es sind tolle Tiere und ich habe nichts gegen sie.
Auch Euer Bub in Meißendorf ist ja echt ein hübsches Kerlchen. Aber ich bin einfach der Meinung, dass wir hier in Deutschland nur begrenzt Platz haben für solche wilden Tiere. Und wenn man selber in einem Gebiet wohnt wo die Wölfe sich ausbreiten, dann schränkt einen das schon irgendwie ein. So unbeschwert wie bisher bewegt man sich nicht mehr im Wald - das ist einfach so. Und es gab ja auch schon einige Begegnungen wo berichtet wurde, dass wenig Scheu seitens des Wolfes da war, insbesondere wenn es Jungtiere in der Gruppe sind, weil die einfach neugierig sind.

Ich habe mir die Broschüre durchgelesen zu Pferden und Wölfen, dort wird ja empfohlen die Weidezäune mit zwei zusätzlichen Drahtlitzen direkt über dem Boden davor zu sichern, dass ein Wolf sich durchgraben kann. Ich frage mich: Im sommer wächst das Gras wie blöd, die Pferde können es dort nicht abfressen weil is ja Strom drauf. Also müsste ich wohl jeden Tag mit der Schere zwischen Boden und Draht langgehen und das Gras wieder runterschneiden? Das wäre ja mehr als unpraktikabel... Weiß ich jetzt auch nicht wie sich das der Autor gedacht hat.
Wenn man bloß ein Holzbrett unten anbringt beeindruckt das einen Wolf glaube ich sehr wenig. Da buddelt der genauso ein Loch und ist durch. Bekannte von mir haben ihr Weideareal mit Wildzaun abgesichert, der auch ein Stück weit im Boden versenkt ist - weil dort schon ein Wolf auf der Weide gesichtet wurde. Aber das ist ja auch sch...teuer.

Ich verlasse mich im Moment darauf dass meine explosive Spanierin dem Wolf einen kräftigen Tritt in den Hintern verpasst, sollte er ihr zu nahe kommen Big Evil Grin
Aber ich befürchte wenn es in direkter Nachbarschaft irgendeinen Fall geben sollte (Schaf gerissen oder sowas) dann werden unsere Pferde nachts reingestellt - auch im Sommer. Und das wiederum wäre echt sehr schade.
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osch
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BeitragVerfasst am: Fr, 12. Feb 2016 12:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich glaube ein grosses Problem ist das unsere Gesellschaft und auch wir hier nicht mehr in der Lage sind 'natural' zu denken und Menschen meinen alles regulieren zu müssen, Paragraphen erfinden etc... und dann passiert es da spaziert der Wolf nach über 100 Jahren zu uns zurück und alle stehen da und arbeiten gegeneinander von Töten über Kuscheln mit dem Wolf und natürlich wie Herbstgold schrieb Grüne super Käfer den Schlaf nicht rauben ist alles dabei.

Wenn ich mir dann Länder mit Riesen Anacondas , Giftschlangen im Stall , Krokodile am nächsten Fluss und was es noch so alles gibt anschaue da wird mir ganz anders und bin erstmal froh das wir NUR ein paar Wölfe haben die, wenn alle die Möglichkeiten ausschöpfen und man vernünftig managen würde bin ich davon überzeugt man würde das hinbekommen.
Dafür muss es dann ebend auch möglich sein das sehr auffällige Wöfe bejagt werden.

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Herbstgold



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BeitragVerfasst am: Di, 16. Feb 2016 20:39    Titel:   Antworten mit Zitat

16.2.: Ok, hier korrekte Information anstelle von Gerüchten:
http://www.umwelt.niedersachsen.de/....m-mittelpunkt-140975.html

Man beobachtet den Buben also wirklich.

Mich wundert, dass er so offen im Revier des Bergener Rudels herumspazieren darf (keine Ahnung, ob er von denen gescheucht wird, aber offenbar stört es ihn nicht). Vermutlich interessiert er sich für die jungen Wölfinnen aus 2014.

Ich habe heute mit Leuten gesprochen, die 2015 nach Meißendorf gezogen sind und einen kleinen Isi-Hof aufgebaut haben - ganz am Ortsrand. Die sind schon schwer beunruhigt und haben den Umbau der Gebäude von Boxenstall auf Offenstall vorerst gestoppt. Das ist genau die Entwicklung, die wir nicht wollten, aber gut verstehen können.
*******************************

18.2.: Es bleibt spannend:
Nun soll der Wolf "entnommen" werden
http://www.ndr.de/nachrichten/niede....mmen-werden,wolf2290.html

Doch leider, leider ist gerade jetzt der Sender ausgefallen, sodass man den Wolf nur aufgrund von Beobachtungen finden kann.

Und endlich spricht auch mal ein Wolfsberater aus, was wir längst wissen
<<Pohlmann hält es für angebracht, auffällige Tiere zu bejagen und auch die Anzahl der Wölfe in Deutschland zu reduzieren. Allein im Kreis Celle und in den Randbereichen gäbe es mindestens fünf Rudel mit jeweils ca. acht Wölfen. „Die Tiere müssen lernen, dass der Mensch gefährlich ist – nur dann würden sie sich nicht zu nah an die Wohngebiete herantrauen“, so Pohlmann>>

Wenn wir den Tieren nicht mit Phasen 1 und 2 unsere private Zone klarmachen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn sie keine Scheu / keinen Respekt zeigen. Durch frühes Vergrämen aus Dörfern und menschlicher Umgebung könnte man es den Wölfen eventuell ersparen, "entnommen" zu werden (das nämlich heißt entweder erschießen oder in ein Gehege sperren).

Tut mir leid, wenn ich hier den fred etwas sprenge, aber es ist ein Thema mit aktuellen Dynamit zum Zeitpunkt der Erstellung.

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osch
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BeitragVerfasst am: Mi, 16. März 2016 14:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Man ist wohl bemüht auch einzelne Fälle wie MT6 der angeblich auffällig war genauer durch Wolfsexperten analysieren zu lassen. Im Fall von Mt6 kommt der Experte zu dem vorläufigen Schluss 'nicht gefährlich'. Eine Vergrämung war nicht machbar denn so nah kam er nie ran der Wolf hat sich natürlich gezeigt und nicht die Nähe gesucht sondern sich entfernt.

https://www.ndr.de/nachrichten/nied....gefaehrlich,wolf2390.html

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