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Herbstgold

Geschlecht:  Alter:54 Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Wohnort: bei Celle

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Ich fürchte, Sunnypony hat längst den Eindruck, dass dieser Fred nicht mehr zu retten ist. Vielleicht gleiches Thema, anderer Ort - andererseits:
heute ist der internationale Tag der Frau.
Da müssten wir uns ein männerfreies Diskutieren wünschen dürfen und schon hätte Sunnys Thema eine Chance. Es ist nach wir vor interessant.
Sunnypony: bitte klär ganz kurz, ob du einen Unterschied machst zwischen Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein. |
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Sunnypony

Geschlecht:  Alter:24 Anmeldungsdatum: 17.05.2008
Wohnort: Tirol

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| Herbstgold hat Folgendes geschrieben: |
Ich fürchte, Sunnypony hat längst den Eindruck, dass dieser Fred nicht mehr zu retten ist. Vielleicht gleiches Thema, anderer Ort - andererseits:
heute ist der internationale Tag der Frau.
Da müssten wir uns ein männerfreies Diskutieren wünschen dürfen und schon hätte Sunnys Thema eine Chance. Es ist nach wir vor interessant.
Sunnypony: bitte klär ganz kurz, ob du einen Unterschied machst zwischen Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein. |
Nein, ich mache da in dem Fall keinen Unterschied
Ich habe keine Lust mehr auf eine Diskussion hier mit Manfred - also Manfred, mach dir nicht die Mühe etwas zu Schreiben, ICH lese es sowieso nicht mehr...
Wenn ich mal die Nerven dazu hab werd ich mir die anderen Beiträge nochmal genauer anschauen |
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Herbstgold

Geschlecht:  Alter:54 Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Wohnort: bei Celle

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Prima. Beleben wir das hier mal neu - nur für heute:
- Woran merke ich ob ein Pferd viel Selbstbewusstsein hat?
Mein erstes Pony, LBI, hatte viel Selbstbewusstsein, obwohl er nie mit "seht her, wie toll ich bin" daher kam. Es waren die wirklich kritischen Situationen, in denen sich das zeigte. Er wurde nicht panisch, wenn er stürzte. Er konnte auch bei Streit in der Herde weiterfressen. Er wich anderen Pferden selten aus (auch fremdem im Reitkurs). Er fand Wege, wo keine waren, ohne dabei schneller zu werden. Und so.
- Zusammenhang Dominanz - Selbstbewusstsein?
In meiner Vergangenheit waren die so coolen Pferde jeweils auch Chef der Herde (drei LBIs). Demonstrativ dominantes Verhalten zeigten sie aber nie, sie hatten die Truppe mit subtilen Gesten im Griff
- Selbstbewusstsein fördern
Wie schon gesagt, füge ich Selbstbewusstsein und Mut zusammen. Und sicherlich sind die NHS-Übungen hilfreich. Gerade das send, also wenn Pferd voranggehen soll. Und das timing bei Pausen, was sie bestätigt, dass sie was Tolles getan haben
- Zusammenhang Mensch als Leader - Selbstbewusstsein vom Pferd
Ja, das sollte so sein. Auch bei Menschen wünschen wir uns ja, dass ein Chef sich dann großartig vorkommt, wenn er alle seine Mitarbeiter in ihrer Entwicklung fördert. Wenn er nur toll ist, weil er alle Mitarbeiter niedermacht, ist er eben nicht wirklich ein Leadertyp. Wenn wir also das Zeug zum Leader haben, wird unser Pferd immer selbstbewusster.
Finde ich. |
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Manfred

Geschlecht:  Alter:48 Anmeldungsdatum: 19.07.2004
Wohnort: Berlin

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Kuemmi

Geschlecht:  Alter:36 Anmeldungsdatum: 21.01.2004
Wohnort: Unterer Westerwald b. Montabaur

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Hallo,
ein kurzer Gedanke von meiner Seite zum Thema Selbstbewusstsein (hier gemeint im Sinne von Selbstsicherheit) von Pferden.
Mein Eindruck ist, dass es bei den Pferden zum einen so etwas wie eine Veranlagung gibt, also eine gewisse Selbstsicherheit, die bereits genetisch in manchen Pferden verankert ist. Unser neuer Deckhengst (ach ja, eine ganz eigene Geschichte ) vererbt sich zum Beispiel sehr häufig in Form sehr selbstsicherer, neugieriger und freundlicher Nachkommen. Also Veranlagung als Grundlage 1 von Selbstsicherheit.
Grundlage 2 ist in meinen Augen die natürliche Rangordnung, in die ein Fohlen hineingeboren wird. Häufig "erben" Fohlen die Rangordnung ihrer Mutter, ranghohe Stuten erzeugen damit also wieder ranghohe und dadurch auch wieder meist selbstsicherere Nachkommen. Unsere Zweijährigen standen rangordnungstechnisch immer so zueinander, wie auch ihre Mütter zuvor, auch nach dem Absetzen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass sich die Fohlen auch mutige oder ängstliche Reaktionen ihrer Mütter abschauen und damit ebenso selbstbewusst/neugierig oder ängstlich/scheu werden wie ihre Mütter, wenn sich nicht noch andere Faktoren einstellen.
Grundlage 3 ist vermutlich - besonders bei domestizierten Pferden - die Aufzucht und Haltungsumstände. Fohlen und Jungpferde, die während ihrer ersten Jahre viel sehen, erleben und stressfrei die Möglichkeit erhalten, verschiedenste Situationen zu erkunden, sind selbstsicherer und lassen sich nicht so leicht von Neuem schrecken. Z. B. können unsere Ein- und Zweijährigen alle großartig Hänger fahren und gehen alle im "Babytrail" über Bodenstangen, Planen, Geitner Gassen usw. Ein Dreijähriger, der nach drei Jahren reiner Fohlenweide ohne oder mit wenig Menschenkontakt so etwas zum ersten Mal erlebt, ist vermutlich ziemlich verängstigt.
Beim erwachsenen Pferd kann man die Selbstsicherheit weiter fördern, stösst aber vielleicht - ist das so? Bin mir nicht sicher - immer an die Grenzen, die dem Pferd durch seine grundsätzliche Persönlichkeit, geprägt durch Grundsätze 1-3, gesetzt sind - wie auch bei den Horsenalities, wo sich unangenehme Tendenzen verbessern, schwächen oder auch nahezu verschwinden können, gewünschte Tendenzen zunehmen und stärker in den Vordergrund rücken, aber die grundsätzliche Horsenality ändert sich nicht mehr.
Ich hoffe, das hat sich verständlich angehört...
LG Antje |
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Billoid
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.03.2008

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Ich schätz mein Pferd als extrem selbstsicher ein. Er ist furchtbar neugierig, hat vor fast nix Angst. Seine Fluchtdistanz (WENN er dann doch mal flüchtet) beträgt ungefähr 1 bis maximal 10m (1-2 Galoppsprünge, dann bleibt er stehen und schaut was eigentlich los ist).
So weit so gut... was mich dabei verwirrt ist dass er von Anfang an in der Herde (ca. 20-25) gaaanz unten war. Eine Zeitlang der allerletzte, ich glaube mittlerweile hat er 1 oder 2 überholt bzw. zumindest Freundschaft mit höheren geschlossen, sodass die ihn neben sich beim Fressen dulden, solange sie halt wollen (wenn nicht mehr muss er allerdings trotzdem gehen).
Nun heißts ja, dass man, wenn man ein Pferd beurteilt, verschiedene Bereiche unterscheiden muss - wie selbstsicher ist es in Lernsituationen, wie in der Herde, wie gegenüber dem Menschen usw. Ich dachte halt immer, gegenüber dem Menschen und Dingen, GEräuschen, Neuem ist er eben selbstsicher, im Bezug auf Herdenleben vielleicht nicht (weiß leider nicht wie er aufgewachsen ist ).
Aber vieles deutet darauf hin, dass er trotzdem auch gegenüber Herdenmitgliedern selbstsicher ist. Er fordert die Chefs schon mal mehr als frech zum Spielen auf und gibt keine Ruhe, bis die entweder doch mitmachen oder ihm endgültig eine so feste scheuern, dass er sich trollt (und es beim nächsten probiert) - das wirkt ja nun auch nicht wirklich scheu.
Langsam glaub ich ja fast, dass er sogar so selbstsicher ist, dass er genau weiß, dass ein höherer Rang nur mehr Pflichten, aber nicht mehr Rechte bedeutet (schließlich ist ja genug Fressen da, ich glaube das hat er einfach kapiert *g*).
Und auf der anderen Seite - was ich ebenfalls nicht verstehe - ist unser Herdenboss eine solche Memme dass es gar nicth auszuhalten ist. Klar muss er besonders aufmerksam sein, aber... Beispiel: Wir hatten 3 Pferde in der Halle, meiner, der Herdenboss und noch einer. In der Halle stand ein neues Spielzeug, eine riesige schwarze Tonne. Mein Pferd hat sie gleich mal untersucht, dann den Kopf drauf abgestützt und wohlig geseufzt ("endlich den Kopf nicht mehr selbst halten müssen!" *lol*). Der andere untersuchte die Tonne auch, aber vorsichtiger. Und der Herdenchef? Stand mit weit aufgerissenen Augen und Nüstern in der anderen Hallenhälfte, traute sich nicht über die butnen STangen gehen, die auch zufällig da herumlagen, und ließ erst mal seine Untergebenen die potentiell gefährliche Tonne untersuchen. Dann traute er sich gaaanz vorsichtig und aufgeregtest schnaufend hin, aber auch da nur zwischen den beiden anderen Pferden, wie um Schutz zu suchen.
Das war mir auch ein Rätsel - dass der Boss erstmal zur Flucht und Vorsicht rät kann ich ja verstehen, aber dass er sich selbst dann kaum hintraut, wenn offensichtlich keine Gefahr von dem Dings ausgeht, hat mich doch verwundert.
Meiner wär vor lauter Selbstsicherheit nicht als Herdenboss geeignet, er wär ja der erste, den der Löwe fressen würde, wenn er zu ihm nämlich hingeht um zu schauen, was das für ein komisches Ding ist, das so laute Geräusche macht und so lustige spitze Zähne hat .
Und @Kuemmi: Ich glaube auch dass es Veranlagung ist und auch mit der Horsenality zu tun hat (LB) bzw. einfach damit, wie stark der Fluchtinstinkt ausgeprägt ist. |
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Asterix
Moderator

Geschlecht:  Alter:21 Anmeldungsdatum: 27.02.2004
Wohnort: am Bodensee

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Kenne es häufig so, dass sehr dominante RBE-Pferde die Chefs sind...
Ist einfach die sicherste Kombination.
Hab selbst so eines. |
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Billoid
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.03.2008

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| Asterix hat Folgendes geschrieben: |
Kenne es häufig so, dass sehr dominante RBE-Pferde die Chefs sind...
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Würde das bedeuten, dass Selbstsicherheit und Dominanz zwei völlig unterschiedliche Dinge sind und nicht unbedingt aneinander gekoppelt sein müssen?
ich hätte irgendwie erwartet, dass ein selbstsicheres Pferd sich auch gegenüber den anderen zu behaupten weiß. Aber das ist wahrscheinlich einfach ein menschlicher Trugschluss. |
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Sunnypony

Geschlecht:  Alter:24 Anmeldungsdatum: 17.05.2008
Wohnort: Tirol

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| Selbstsicherheit und Dominanz müssen theoretisch verschieden sein (*ans alleine Ausreit Thema denk*), aber ich glaub dass das ganz oft gemeinsam anzutreffen ist... |
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Herbstgold

Geschlecht:  Alter:54 Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Wohnort: bei Celle

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Wer Herdenboss ist, ist in unseren heutigen Herden nicht immer aufschlussreich. Eine Fehlentscheidung des Chefs hat ja keine Folgen. Also wenn er die Gruppe öfter mal weckt zur Fluchtbereitschaft, sind sie davon nicht nach 6 Wochen völlig erschöpft. Oder wenn er eine Gefahr bestaunt, statt die Herde in Sicherheit zu bringen, wird keiner gefressen. In der Wildbahn wäre der nicht lange Chef, hier im Schutz des Offenstalls geht das.
Bei mir wechselt die 1. Position z.B. immer wieder. EIGENTLICH ist das Shetty Chef, außer wir haben ein Fohlen, dann ist es die Stute. Die ist aber noch nie Mutter geworden. Ist das Fohlen dann 2j. oder so, tritt die Stute wieder zurück.
Übringens sind LBIs gern mal cool und souverän und hätten absolut das Zeug, eine Herde sicher zu führen. Aber einfach zu faul, um die unbequeme Chefposition zu übernehmen. Lass doch die extrovertierten den Posten nehmen, sie dösen lieber.
Also Selbstsicherheit und Chef muss nicht übereinstimmen. Wer wirklich selbstsicher ist, muss das nicht raushängen lassen. Auch im wahren Leben (bei Zweibeinern) ist der Chef nicht immer besonders selbstsicher... |
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Sadderica

Geschlecht:  Alter:37 Anmeldungsdatum: 05.11.2004
Wohnort: Attendorn

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Hallo!
Zum einen ist sicherlich richtig, dass unsere heutigen Herdenstrukturen das normale Herdenleben nicht mehr wie im Lehrbuch wiedergeben.
Daneben gib tes noch diese Theorie - Habe das nicht mehr 100 % im Kopf, aber Mark Rashid unterscheidet meines Wissens nach gewählten Herdenführern (also solchen, die Ruhe und Sicherheit ausstrahlen, denen die anderen folgen, wenn sie zur Tränke gehen,...) und den kämpferischen Herdenbossen (die sich ihre Position durch "Gewalt" genommen haben) (kann das gerade nicht besser ausdrücken ).
Gerade die zweiteren sind evtl. dann eher die unsicheren, die mit aller Macht an ihrere Position festhalten wollen und entsprechend gestresst und dadurch auch nervös etc sind. Nur so als weitere Idee.
Vg
Ricky |
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Asterix
Moderator

Geschlecht:  Alter:21 Anmeldungsdatum: 27.02.2004
Wohnort: am Bodensee

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| Hm, also die RBE-geführten Herden, die ich kenne, werden von sehr souveränen Chefs geleitet. |
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Manfred

Geschlecht:  Alter:48 Anmeldungsdatum: 19.07.2004
Wohnort: Berlin

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Hallo Leute,
auch ich habe beobachtet, dass es sehr unterschiedliche Herden bei unseren domestizierten Pferden gebildet werden. Da gibt es die aktiven Führer und und die passiven. Die einen haben in der Tat sehr viel mehr Stress und sind weniger ausgeglichen als die anderen. Mir ist auch aufgefallen, dass sich diese Unruhe bzw. Ruhe meist auf die gesamte Herde überträgt. In den stillen Gruppen ist es auch nicht immer leicht das Leittier überhaupt auszumachen, weil eben kaum irgendwelche Drohgebärden zu sehen sind. Da wird einfach Platz gemacht, wenn sich den Boss nähert oder er man bleibt abseits stehen und wartet geduldig ab. Es ist auch nicht immer so, dass das Leittier vorne weg läuft, oftmals geht es auch am Ende der Herde völlig entspannt hinterher.
Ich sehe meinen Antares meist vorne laufen, das tut der auch gerne beim Ausritt, will immer die Nase vorne haben und wenn es dann mal schwierig wird, bleibt er stehen, bis ihm geholfen wird. Im Rang der Herde steht er eher ganz unten. Aber er ist der erste, der zum Menschen hinläuft und seinen Artgenossen ständig ausweicht. Das ist dann schon recht anstrengend, wenn man ihn zurück auf die Weide bringt und am Tor ein ranghöheres Tier steht, dann will er sofort Abstand nehmen und so schnell habe ich ihn noch nicht ausgezogen und mich verabschiedet. Insofern muss ich dann ihm erst einmal Platz machen und die anderen wegschicken. Zumindest war das so, als er noch in so einer Herde mit Hackordnung stand. Jetzt ist das zum Glück anderes. Wir haben Stall und Herde gewechselt. Da stehen alle friedlich zusammen und sind freundlich und nett zueinander, fressen gemeinsam und schicken sich nicht gegenseitig weg. Da war es schon nicht so leicht zu erkennen wer hier eigentlich das Sagen hat. Das war der Hengst in dieser Herde, der bei der aller ersten Begrüßung von Antares nur einmal laut gequitscht hat. Danach war schon alles geklärt und Antares wartet geduldig ab, bis er sich wieder trollt. Noch trennt die Beiden eine kleine Litze, doch das war für Antares, dem Außbrecherkönig, noch nie ein Hindernis. Dennoch akzeptiert er alles was dort passiert und rennt auch nicht mehr um sein Leben. Die standen vom ersten Tag an dicht nebeneinander. Das hätte er in der anderen Herde niemals gedurft und dafür jede Menge Blessuren kassiert.
Bei meinem letzten Besuch kam er gleich freudig zu mir an den Zaun gelaufen, hat mich nur kurz begrüßt und ist sofort wieder zurück zu dieser Herde gelaufen. Ich konnte also das Halfter wieder weglegen, denn ihm war ganz offensichtlich nicht nach mitkommen. So ging ich halt mit ihm mit und genoss die Zeit mitten in dieser neuen Herde. Alle kauten zufrieden am Heu oder schnuffelten sich gegenseitig ab (Zähne habe ich keine gesehen und auch keine angelegten Ohren). Es war einfach nur schön, trotz eisiger Kälte.
LG Manfred |
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